Projekt Hitze Sicher/Worms

Worms • Hitzeaktionsplan

Worms im Klimawandel

Im Zuge des Klimawandels sind nach Studien des Deutschen Wetterdienstes zunehmend Hitzeextreme für Worms zu erwarten. Schon heute ist der Klimawandel in Worms deutlich zu spüren. Das Jahr 2003 war das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881, gefolgt vom Sommer 2018. Beide Jahre waren geprägt von einer extrem hohen Anzahl an Sommer- und Hitzetagen. Auch die 40 °C Marke wurde in den Jahren 2003 und 2015 überschritten.

Die Zunahme heißer Tage und länger andauernder Hitzewellen führen zu einer Erhöhung der gesundheitlichen Gefährdung des menschlichen Organismus. Es kommt zu einer Häufung hitzebedingter Erkrankungs- und Todesfälle, insbesondere bei vulnerablen Personengruppen, wie älteren und kranken Menschen, Kleinkindern, Säuglingen oder Personen, die im Freien schwer körperlich arbeiten.

Entwicklung und Etablierung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Worms 

Um Mortalität und Morbidität aufgrund von Hitze­einwirkungen nachhaltig zu reduzieren und einen umfassenden präventiven Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten, plant die Stadt Worms auf der Grundlage ihres Konzepts zur Anpassung an den Klimawandel einen Hitzeaktionsplan zu etablieren. Einige betroffene europäischen Staaten entwickelten bereits als Reaktion auf die Übersterblichkeit im Sommer 2003 zum Teil nationale Hitzeaktionspläne.

Im Projekt Hitze Sicher/Worms wird unter Einbindung aller relevanten Akteure ein auf Worms zugeschnittener Hitzeaktionsplan  unter der Berücksichtigung kurz-, mittel- und langfristiger Maßnahmen erstellt und anschließend umgesetzt. Das Ziel ist der Schutz der Bevölkerung und die Verringerung der Morbiditäts- und Mortalitätsrate während Hitzeperioden.

Alle Akteure, die mit hitzevulnerablen Personen zusammenarbeiten und damit zentral für die Entwicklung präventiver Maßnahmen zur Hitzevorsorge sowie der anschließenden Umsetzung sind, sind eingeladen an der Konzeptionierung und Strukturierung des Plans mitzuwirken.