Projektpartner

Die Stadt Worms ist eine der Erstunterzeichner der europäischen Initiative "Mayors Adapt" des Konvents der Bürgermeister zur Anpassung an den Klimawandel. In der Umsetzung befinden sich aktuell das städtische Klimaschutz- und Energieeffizienzkonzept, sowie das Konzept zur Anpassung an den Klimawandel, welche von einem interdisziplinären Team aus Verwaltung und externen Experten unter Einbeziehung der Wormser Bürger*innen erarbeitet wurden. Die Vulnerabilität im Bereich Hitze und hohe Betroffenheit durch den Klimawandel veranlasst die Stadt Worms zu handeln und einen Hitzeaktionsplan unter der Beteiligung aller relevanten Akteure und Zielgruppen zu etablieren. Ziel ist es, die Krankheits- und Sterberate bei Hitzewellen zu verringern, das Gesundheitssystem zu entlasten und die Bevölkerung zum Thema Hitzefolgen umfassend zu sensibilisieren und zu informieren.

Das Klima-Bündnis ist mit über 1.700 Mitgliedskommunen in 26 europäischen Ländern das größte europäische Kommunalnetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet, und das einzige, das sich konkrete Ziele setzt: Jede Mitgliedsstadt, Gemeinde und jeder Landkreis hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen alle 5 Jahre um 10 Prozent zu reduzieren. In Anbetracht der Auswirkungen, die unser Lebensstil auf die verletzlichsten Menschen und Orte der Welt haben kann, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung. Das Netzwerk fördert die Zusammenarbeit mit indigenen Völkern, führt Sensibilisierungskampagnen durch und entwickelt Instrumente für die Planung von Klimaschutzmaßnahmen. Es bietet vielfältige Möglichkeiten zur Mitwirkung wie auch zum Austausch und es vertritt die Interessen der Mitglieder auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Hochschule Fulda. Prof. Dr. Henny Annette Grewe und Prof. Dr. Beate Blättner forschen seit mehr als 10 Jahren zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit und die Gesundheitsversorgung sowie zu Präventionsstrategien. Gemeinsame Projekte: KLIMZUG Nordhessen: Teilprojekt „Strategien zur Prävention klimabedingter Gesundheitsrisiken alter Menschen“; HEAT (Hessischer Aktionsplan zur Vermeidung hitzebedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen der Bevölkerung); HEAT II (Etablierung eines Surveillance-Systems für hitzebedingte Mortalität in Hessen); KLIMPRAX Wiesbaden/Mainz, Teilprojekt „Betroffenheitsanalyse menschliche Gesundheit durch Hitze“ . Darüber hinaus haben beide bereits zu Hitzeaktionsplänen publiziert und es liegen umfangreiche Erfahrungen zur Implementierung von Präventionsansätzen in Kommunen vor, die in dieses Vorhaben eingebracht werden können.

Klinikum der Universität München. Dr. Julia Schoierer und Hanna Mertes beschäftigen sich seit 2016 mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie. Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel konnten sie bereits 3 Projekte einwerben. Der Fokus liegt hierbei auf der Aus- und Fortbildung von Gesundheitsberufen sowie auf der Entwicklung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen in stationären Pflegeeinrichtungen in enger Zusammenarbeit mit der Kommune München. Die Bildungsmodule wurden jeweils als Blended-Learning Module entwickelt und mit weiterführenden Informationsmaterialien für z. B. Arztpraxen ergänzt.

Das Rheinland Pfälzische Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen versteht sich als zentrale Anlaufstelle des Landes mit Koordinierungsfunktion im Themenkomplex Klimawandel, Folgen und Anpassung. Das Kompetenzzentrum sieht in der Projektzielsetzung und thematischen Ausrichtung des Projektes unmittelbare Schnittstellen zu den zentralen Aufgaben des Zentrums. Die Bereitstellung von Informationen, Entscheidungsgrundlagen und Hilfestellungen für die kommunale Anpassung an den Klimawandel ist eine der wichtigsten Aufgaben des Kompetenzzentrums. Dazu beinhaltet das Klimawandelinformationssystems kwis-rlp ein „Anpassungsportal“, das sich gezielt auch an Kommunen richtet. Vielfältige kommunale Projekte wurden bereits begleitet, die Klimawandelanpassungskonzepte, Schulung zur Klimawandelanpassung in der Bauleitplanung oder Anpassung von Unternehmen zum Fokus hatten.